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Kirsten Bogatz

- student -

Tel.: 06421 - 2823377

kbogatz [at] googlemail.com

sex allocation , raven, Corvus corax, population genetics


Kirsten Bogatz

Zusammenfassung: Viele Tierarten sind in der Lage die Geschlechterverhältnisse ihrer Nachkommen zu manipulieren. Adaptive Anpassungen in Richtung eines Geschlechtes erfolgen in Abhängigkeit von Ressourcenverfügbarkeit oder der Fitness der Eltern. Einige Greifvogelarten weisen schon im Nestlingsstadium einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus auf, wodurch die Eltern schon zur Brutzeit stärker in das größere Geschlecht investieren müssen. Verschiedene Studien zeigen, dass in größeren Bruten eine Verschiebung des Verhältnisses in Richtung des kleineren Geschlechtes erfolgt. Unterschiedlich ausgeprägte Investitionen der Eltern können aber auch bei monomorphen Arten erforderlich sein. Gründe hierfür sind unter anderem geschlechtsspezifische Unterschiede in der Größenzunahme der Jungtiere oder im „natal dispersal“.


Nestjunger Kolkrabe C. corax
Mittels zweier geschlechtsspezifischer Primerpaare (P2/P8 & 2550F/2718R) haben wir die Geschlechter von Kolkrabennestlingen (Corvus corax) bestimmt und die einzelnen Bruten auf Muster in den Geschlechterverhältnissen untersucht.

Die zuverlässige Geschlechtsbestimmung monomorpher Vogelarten und Jungtiere wurde erst durch molekulare Techniken ermöglicht. Der nahezu monomorphe Kolkrabe ist der größte Vertreter der Sperlingsvögel (Passeriformes). Abweichungen von einer gleichmäßigen Geschlechterverteilung sind von verschiedenen Sperlingsvogelarten bekannt. Die Ausbreitung innerhalb dieser Ordnung erfolgt überwiegend durch Weibchen, wodurch die Investition der Eltern in weibliche Nestlinge geringer sein kann als in männliche. Mittels zweier geschlechtsspezifischer Primerpaare (P2/P8 & 2550F/2718R) haben wir die Geschlechter von Kolkrabennestlingen ( Corvus corax ) bestimmt und die einzelnen Bruten auf Muster in den Geschlechterverhältnissen untersucht.

sexprimer
Sex specific primers.

Summary: Size dimorphic bird species like birds of prey are reported to adjust the sex ratios in their broods adaptively. Here the sex ratios in larger broods are biased towards the smaller sex. This happens in response to limits in resource availability and parental investment. Possible reasons for an unequal parental investment in monomorphic species may be sexual differences in nestling growth or natal dispersal. Also in passerine species deviations from equal brood sex ratios have been observed. We focussed on the passerine Corvus corax to test whether there are any patterns of sex allocation. The sex determination of raven fledglings was performed by PCR amplifications with two sex-specific primer pairs (P2&P8 and 2550F&2718R). Although ravens virtually are a monomorphic species, raven fledglings might impose different costs on their parents. Hence depending on environmental conditions parents might adaptively adjust the brood sex ratio towards one of the sexes . If one sex of offspring needed a greater amount of parental investment, in larger broods parents could adjust the sex ratio towards the “cheaper” sex. Furthermore, in passerine species natal dispersal is predominantly female-biased. So a distinguishing dispersal pattern might be a further reason for biased sex ratios. However, up to now there are no reports on these two factors in ravens.

Foto: S. Rösner
Juvenile ravens Corvus corax (Foto: S.Rösner).

Poster und Vorträge:

Rösner, S.; Bogatz, K.; Grünkorn, T.; Cimiotti, D., Trapp, H. & R. Brandl (2006): Do ravens Corvus corax manipulate the sex ratios in their broods? Poster @ DOG - Congress, Hamburg, Germany.